Grundlegende Prozesse

Mein Behandlungsansatz: Selbsterkenntnis und Neubetrachtung: Verstehen, Akzeptieren und Verändern im Rahmen eines integrativen verhaltenstherapeutischen Ansatzes

Mein Therapieangebot orientiert sich grundsätzlich an den persönlichen Anliegen und natürlich an den individuellen Besonderheiten von Klienten. Mir ist es dabei wichtig, dass ich verschiedene Methoden miteinander verknüpfen kann und dass meine Klienten zu  jedem Zeitpunkt verstehen, "was läuft" (Transparenz).

Im Kern meiner Arbeit gehe ich davon aus, dass eine erfolgreiche Therapie dann entsteht, wenn Menschen sich selbst hilfreicher verstehen lernen und anfangen, innere und äussere Aspekte der Problemlage anders, d.h. hilfreicher zu bewerten. Selbsterkenntnis und Neubetrachtung sind deshalb zentrale Begriffe.

Drei wichtige Theapieprozesse


Verstehen

Zunächst geht es darum, das eigene Problem zu verstehen, also gewissermaßen zum Experten für das eigene Problem zu werden. Hierbei versuche ich deutlich zu machen, dass jedes Problemverständnis nur so gut sein kann, wie es hilfreiche Anregungen für  Veränderungen liefert. Bei jedem Verstehen eines Problems geht es auch darum herauszufinden, welche persönlichen Stärken und Möglichkeiten bisher nicht genutzt wurden, um die Problemlage zu verändern. Gerade das Sich-bewusst-machen der eigenen Stärken ist ein wesentlicher Schritt, um Motivation für weitere Veränderungen zu gewinnen.

 

Akzeptieren

Weitergehend gehe ich davon aus, dass es sehr wichtig ist, das eigene Problem und sich selbst mit dem eigenen Problem zu akzeptieren. Dies klingt zunächst etwas ungewöhnlich, weil ja gerade das Anliegen der meisten Klienten darin besteht, das Problem unbedingt und möglichst schnell zu beseitigen. Allerdings zeigt sich, dass das Beseitigen  unerwünschter Gefühle häufig nicht so ohne weiteres funktioniert. Denn: Je weniger wir eine bestimmte Seite von uns akzeptieren umso stärker erzeugen wir noch zusätzlichen Stress. Deshalb erscheint es mir sehr wichtig, jeden Klienten darin zu unterstützen, Akzeptanz für sein Problem und für sich selbst mit seinem Problem zu entwickeln.  Hierin liegt auch ein erhebliches Potenzial, Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl zu stärken. Die Stärkung von Selbstakzeptanz und Selbstwertgefühl halte ich im übrigen für das wichtigste begleitende Ziel in fast jedem therapeutischen Prozess.


Verändern

Selbstverständlich geht es in jeder Therapie immer auch darum, in umgrenzten Situationen, in kleinen Schritten eigene Verhaltens- und Denkgewohnheiten zu verändern. Dies fällt in vielen Bereichen schwer, weil ja bekanntlich nichts so stark ist wie die "Macht der Gewohnheit". Aber in einem therapeutischen Prozess sollte auch nichts überstürzt werden: Veränderung braucht zwar Visionen, vollzieht sich in der Regel aber in kleinen Schritten. In der Therapie sollte dabei das Prinzip gelten, auch kleine Erfolge sichtbar zu machen und zu würdigen. Die ausgiebige Beschäftigung und das Experimentieren mit neuem Verhalten (dies umfasst auch neue Denkgewohnheiten) ist meines Erachtens das Merkmal, in dem sich die Verhaltenstherapie am deutlichsten von anderen Therapieschulen unterscheidet.  

Insgesamt ist meine Arbeit  lösungsorientiert, d.h. die Überwindung der aktuellen Problemlage steht in meiner Arbeit im Vordergrund. Dabei ist die Lebensgeschichte natürlich immer wichtig und zu würdigen - ihre Bearbeitung erfolgt jedoch immer mit dem Ziel,  dass es für die Lösung des Problems einen unmittelbaren Sinn ergeben muss.   

Für den Erfolg einer Therapie gibt es zwei Kriterien. Das wichtigste Kriterium besteht darin, dass die am  Anfang einer Therapie belastende Symptomatik (z.B. eine Depression oder eine Angststörung) nachhaltig abgeklungen ist. Das zweite Kriterium besteht darin, dass die zu Beginn der Therapie definierten Ziele (z.B. selbstbewusster oder aktiver zu werden) erreicht wurden. Ob diese Therapieziele erreicht werden, hängt von vielen Faktoren ab. Die wichtigste Voraussetzung in meinen Therapien  ist jedoch immer eine vertrauensvolle, wertschätzende und ehrliche  Arbeitsbeziehung zwischen meinen Klienten und mir.


*Aus Gründen der Einfachheit  verwende ich an einigen Stellen die männliche Schreibform (z.B. der Klient).  Hiermit sind in gleicher Weise Frauen angesprochen und  gemeint.